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Italienische Meisterschaft auf Sizilien

Für den ersten Teil des Wintertrainings hatten wir uns mit der Nationalmannschaft der Italienerinnen verabredet. So kam es dann auch, dass es nach einem ersten Trainingsblock in Rosignao im Anschluss an die Deutsche Meisterschaft dann zur Italienischen Meisterschaft nach Sizilien ging. Wir sind eine Woche früher angereist, um in Montebello noch ein wenig zu trainieren. Dort begrüßte uns eine große Welle und ein starker Wind, der die Slipprampe des ausrichtenden Vereines komplett überspülte. Vom Club nebenan konnte man aber zwischen reichlich Seegras hindurch dennoch aufs Wasser. Das An- und Ablegen an diesen Tagen war deutlich anstrengender als die Segeleinheit an sich. Daher waren wir dann glücklich, bei der Regatta vom Strand ablegen zu können, wo kaum Seegras und Welle waren. Wie bei jeder Meisterschaft gab es wieder eine Vermessung der Boote und Segel, bevor die Regatta starten konnte. Leider war die Mittagspause der Vermesser im Vorhinein nicht kommuniziert worden, sodass wir sehr lange warten mussten und auch darüber hinaus ließ die Kommunikation der Veranstalter während des Events etwas zu wünschen übrig. Auf dem Wasser war die Organisation jedoch sehr gut. Es wurden schnelle Entscheidungen getroffen. Bei zunehmenden Wind bin ich am ersten Tag solide in die Regatta gestartet. Am nächsten Tag habe ich mich in jedem Rennen sehr gut nach vorne gefahren und den Tag auch als Führende in der Gesamtwertung beendet. Während des letzten Tagesrennens zog die den ganzen Tag schon über dem Land lauernde schwarze Regenwolke dann noch über den Kurs hinweg. Der Wind drehte und die Wettfahrt musste abgebrochen werden. Auf dem Weg in den Hafen hat es auf einmal so stark geregnet, dass wir nicht weiter als 20m schauen konnten. Und an Land ging es mit dem Regen weiter. Die Straße am Ufer war mehr als kniehoch überflutet und auch die Umkleiden standen unter Wasser. Auf dem Weg zur Unterkunft mussten wir weiteren überfluteten Straßen und einem umgestürzten Baum ausweichen. Am nächsten Tag war der Sturm dann vorüber und der Wind damit leider auch. Nach langem Warten haben wir zwar noch ein Rennen angeschossen, aber das musste dann leider wieder abgebrochen werden. Der letzte Tag brachte auch nicht mehr Wind, sodass keine weiteren Rennen in die Wertung hinzukamen. Abends gab es also nur noch die Siegerehrung. Als Gewinnerin der Regatta wurde ich zwar geehrt, der Titel ging aber an die Zweitplatzierte und erste Italienerin. Internationale Meister scheint es nur in Deutschland zu geben.

Für uns steht jetzt noch ein Trainingsblock in Livorno auf dem Plan, bevor es Anfang Dezember auf Lanzarote wieder in wärmeren Gefilden aufs Wasser geht.